Prof. Dr. Michael Göhlich



Lehrstuhl I

Institut für Pädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg
Bismarckstr. 1½ , 91054 Erlangen

Dienstzimmer: 303
email: Michael.Goehlich@rzmail.uni-erlangen.de
Sekretariat: Frau Eiermann-Trokic (304)
Tel. 09131 / 85-22337
email: Brigitte.Eiermann-Trokic@paed.phil.uni-erlangen.de

Sprechstunde:
Wegen eines Forschungs-Freisemesters findet im WS 2011/12 keine regelmäßige Sprechstunde statt, sondern nur nach individueller Vereinbarung. Kontaktaufnahme über das Sekretariat.

Nächste Sprechstunde:
Mittwoch, 01.02.2012, ab 13.00 Uhr
Anmeldung über das Sekretariat bei Frau Eiermann-Trokic.

Vita

geboren am 7.10.1954 in Stuttgart;

nach Abitur (am humanistischen Karlsgymnasium in Stuttgart) und Zivildienst (beim Deutschen Roten Kreuz Esslingen) Studium der Sonderpädagogik und Germanistik an der PH Reutlingen und der Universität Tübingen;

1979 1.Staatsexamen für das Lehramt an Sonderschulen (Examensarbeit: Psycholinguistische Theorieansätze und ihre Konsequenzen für ein Förderkonzept Behinderter); Tätigkeit als studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Franz Schönberger (Pädagogische Psychologie, PH Reulingen); Referendariat an Schulen in Stuttgart und Reutlingen;

1981 2.Staatsexamen; Hospitation in pädagogischen Einrichtungen in Italien und Spanien; Mitarbeit in der Auslandsredaktion der „tageszeitung“;

1981 bis 1983 Lehrer an der Schule für Körperbehinderte in Mössingen (Bad.-Württ.);

1983 Besuch bundesdeutscher Entwicklungshilfeprojekte in Peru;

1983 bis 1988 Studium der Erziehungswissenschaft, Politologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin; zudem Referenten- und Fortbildnertätigkeit bei freien Trägern im Bildungswesen, pädagogischer Mitarbeiter an der Freien Schule Kreuzberg und sozialpädagogischer Familienhelfer in den Berliner Bezirken Neukölln und Charlottenburg;

1987 Diplom in Erziehungswissenschaft (Diplomarbeit: Bestimmungen innovativer Pädagogik. Zur Theorie und Praxis der kommunalen Kindertagesstätten von Reggio Emilia);

1988 Diplom in Psychologie (Diplomarbeit: Zur Bedeutung von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung in der Familienhilfe);

1988 bis 1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Berlin;

1993 Promotion zum Dr.phil. an der FU Berlin (Dissertationsthema: Pädagogische Umgebung und Menschenbild. Zur Reform des schulischen Raums und ihren Hintergründen); freiberufliche Tätigkeit als Berater und Fortbildner zu Teamentwicklung, Konfliktlösung, organisationalem Lernen bei verschiedenen Unternehmen wie z.B. Breyer, Ekato, Festo, HS, Vitra; Lehrbeauftragter für Pädagogik und Psychologie an den Technischen Universitäten in Berlin und Cottbus;

1994 bis 1995 Akademischer Rat für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg;

1995 bis 2001 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Erziehungswissenschaft (Fachgebiet Allgemeine und Historische Pädagogik) der TU Berlin; zudem

ab 1998 Mitarbeit bei der Antragstellung und in der Durchführung des qualitativ-empirischen Forschungsprojekts zur „Entstehung des Sozialen in Ritualen und Ritualisierungen“ (Leitung Prof. Dr. Christoph Wulf) im Rahmen des an der FU Berlin eingerichteten Sonderforschungsbereichs „Kulturen des Performativen“;

2001 Habilitation in Erziehungswissenschaft (Habilitationsschrift: System, Handeln, Lernen unterstützen. Eine Theorie der Praxis pädagogischer Institutionen);

Oktober 2001 bis August 2002 Vertreter der Universitätsprofessur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik an der Universität Siegen;

ab 1.9.2002 Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik I sowie Mitglied der kollegialen Leitung des Instituts für Pädagogik an der Philosophischen Fakultät I der Universität Erlangen.


Arbeitsgebiete:

Allgemeine Pädagogik, Historische Pädagogik, Schulpädagogik, Organisationspädagogik.


Gegenwärtige Arbeitsthemen:

Was zeichnet eine pädagogische Institution aus, wie lernt sie bzw. entwickelt sich weiter und wie lässt sich dieses (kollektive, organisationale) Lernen unterstützen? Inwiefern bedingen Einwanderungsgesellschaft und europäischer Einigungsprozess den Aufbau supranationaler Identität und wie können pädagogische Institutionen und Praxen dazu beitragen?


Mitgliedschaft in Gesellschaften

Mitglied der Sektionen Allgemeine Pädagogik und Schulpädagogik sowie der Kommission Pädagogische Anthropologie der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft; Mitglied der Gesellschaft für Historische Anthropologie; assoziiertes Mitglied des Sonderforschungsbereiches "Kulturen des Performativen" (FU Berlin); assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs "Kulturhermeneutik im Zeichen von Differenz und Transdifferenz" (Uni Erlangen).


Publikationen (Auswahl):

Monographien:

  • System, Handeln, Lernen unterstützen. Eine Theorie der Praxis pädagogischer Instiutionen. Weinheim und Basel 2001.
  • Die pädagogische Umgebung. Eine Geschichte des Schulraums seit dem Mittelalter, Weinheim 1993.
  • Reggiopädagogik - Innovative Pädagogik heute. Zur Theorie und Praxis der kommunalen Kindertagesstätten von Reggio Emilia, Frankfurt/M 1988 (7. Aufl. 1997).

Herausgegebene Bände (mit eigenen Beiträgen):

  • Grundlagen des Performativen. Eine Einführung in die Zusammenhänge von Sprache, Macht und Handeln. Weinheim und München 2001 (mit Christoph Wulf und Jörg Zirfas).
  • Lernende Organisation, Eigendruck TU Berlin 1999.
  • Europaschule - Das Berliner Modell. Beiträge zu Zweisprachigem Unterricht, Europäischer Dimension, Interkultureller Pädagogik und Schulentwicklung, Neuwied 1998.
  • Offener Unterricht, Community Education, Alternativschulpädagogik, Reggiopädagogik. Die neuen Reformpädagogiken. Geschichte, Konzeption, Praxis, Weinheim 1997.

Beiträge in Fachzeitschriften und Sammelbänden:

  • Über die Nation hinaus. Supranationalität und Schulentwicklung am Beispiel Europaschule. In: Beilerot, J./Wulf, Ch. (Hrsg.): Erziehungswissenschaftliche Zeitdiagnosen. Deutschland und Frankreich. Münster/New York 2003, S. 279-291.
  • Peers on the Threshold to Lessons.
    In: Quarsell, B./Wulf, Ch. (ed.): Culture an Education. Münster/New York 2003, pp. 183-193 (mit M. Wagner-Willi).
  • Zweisprachigkeit, Interkulturalität und supranationale Identität. In: Evangelische Akademie Bad Boll (Hrsg.): Mehrsprachigkeit. (K)ein erfolgreicher Weg zur Chancengleichheit. Protokolldienst Bad Boll 31/2002, S. 11-16.
  • Institution des Lernens. Überlegungen zu einer Anthropologie der Schule. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Beiheft 1/02, S. 73-80.
  • Rituelle Übergänge im Schulalltag. Zwischen Peergroup und Unterrichtsgemeinschaft. In: Wulf, Ch. u.a.: Das Soziale als Ritual. Zur performativen Bildung von Gemeinschaften. Opladen 2001, S. 118-204 (mit M. Wagner-Willi).
  • Neue Reformpädagogiken versus klassische Reformpädagogiken. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Verbindungen und Brüche. In: Rülcker, T./Oelkers, J. (Hrsg.): Politische Reformpädagogik. Bern u.a. 1998, S. 85-105.
  • Schule als schismogene Kulturgemeinschaft. In: ZSE Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie 4/1997, S.356-367.
  • Bildung durch Liebe? Pestalozzis Suche nach dem Wesen des Menschen. In: Wulf, Ch. (Hrsg.): Anthropologisches Denken in der Pädagogik 1750-1850. Weinheim 1996, S.131-164.
  • Konstruktivismus und Sinneswandel in der Pädagogik. In: Mollenhauer, K./Wulf, Ch. (Hrsg.): Aisthesis/Ästhetik. Zwischen Wahrnehmung und Bewußtsein. Weinheim 1996, S.231-255.
  • Autopoiesis, Structural Coupling and Pedagogy. In: Paragrana Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie, Band 4, 1995, Heft 2, S.280-293.

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